Simulation einer kontrollierten Beatmung

Wenn Sie üben wollen, wie sich am Beatmungsgerät der Spitzendruck, der Plateaudruck, das Atemzugvolumen oder das Atemminutenvolumen ändert, wenn sich Lungenparameter wie die Resistance oder Compliance ändern, dann können Sie dies hier in einem Trockenkurs trainieren. Beispielsweise kann ein Asthmaanfall, der typischerweise durch eine Erhöhung der Atemwegs-Resistance oder ein ARDS-Patient, der vorwiegend durch eine drastische Verminderung der Lungen-Compliance charakterissiert ist, bzw. viele auch heikle Beatmungszwischenfälle (etwa im Operationssaal) unter kontrollierter Beatmung simuliert werden.


Normalbereich für die Compliance: 1-2 ml / mbar pro kG Körpergewicht


Normalbereich für die Atemwegs-Resistance
Neugeborene 30–50 mbar / (l/s)
Säuglinge 20–30 mbar / (l/s)
Kleinkinder 15-20 mbar / (l/s)
Schulkinder 1–2.5 mbar / (l/s)
Erwachsene 1–3 mbar / (l/s)

Resistance des Tubus (bei niedrigem Atemgasfluss)
ID 6mm : 15 mbar / (l/s)
ID 7mm : 7 mbar / (l/s)
ID 8mm : 4 mbar / (l/s)

Tubus und Atemwegsresistance werden addiert, etwa ein mit einem ID 8 mm Tubus intubierter Erwachsener mit einer Atemwegs-Resistance 1 mbar/(l/s) hat daher eine Resistance von 4+1=5 mbar/(l/s). Beim lungengesunden Patient entfällt folglich der überwiegende Anteil der Resistance auf den Endotrachealtubus. Die vom Respirator angezeigte Resistance erlaubt demnach keinen Rückschluss auf den physiologischen Atemwegswiderstand des Bronchialsystems - bei einem Asthmaanfall unter kontrollierter Beatmung trifft gegenteiliges zu, d.h. die Resistance des Endotrachealtubus ist i.d.R. kleiner als die Atemwegsresistance. Bei Säuglingen und Kleinkindern siehe etwa: Estimation of inspiratory pressure drop in neonatal and pediatric endotracheal tubes.


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