Betreuung von Diplomarbeiten

Liebe StudentInnen,

Ich habe am Freitag, 12. Mai 2017 16:01 an die Leitung des Personalmanagements der Klinischen Abteilung für Allgemeine Anästhesie und Intensivmedizin das folgende Mail gerichtet:

Von: Wolfgang Schramm
Gesendet: Freitag, 12. Mai 2017 16:01
An: 'Prof. David Baron, Leitung des Personalmanagements der Klinischen Abteilung für Allgemeine Anästhesie und Intensivmedizin'
S.g. Hr. Prof. Dr. D. Baron,
Ich erhalte regelmäßig Anfragen betreffend Diplomarbeiten, wie etwa die diesem Mail angefügte Anfrage. Da ich bekanntermaßen von der Klinik und daher auch von Ihnen für etwa 45 Stunden für klinische Tätigkeiten eingeteilt werde und die restliche Zeit auf 58 Wochenstunden nahezu ausschließlich für Lehre (incl. Vorbereitung dazu) aufwende erlaube ich mir die Anfrage, ob ich für die angefügte Anfrage eine klinische Freistellung erhalten werde können. Erfahrungsgemäß erfordert die Betreuung (Vorbesprechung der Diplomarbeit, Protokollbesprechung, Ethikkommissionsantrag, Hilfeleistung bei der Betreuung der daraus resultierenden Studie, Hilfestellung beim Schreiben der Diplomarbeit, Diplomprüfung, etc. ) einer Diplomarbeit mindestens 25 Werktage. Die vorletzte von mir betreute Diplomarbeit ging darüber weit hinaus. Insbesondere ersuche Ich Sie mir bekanntzugeben, ob von Ihrer Seite eine diesbezügliche tageweise Freistellung möglich wäre.
Mit freundlichen Grüßen
W. Schramm

und daraufhin die telefonische Antwort erhalten, dass es für die Betreuung von Diplomarnbeiten keine Freistellungen von der klinischen Routinearbeit gibt. Ich war dem Elektronischem Dienstplanmanager ( = Arbeitszeiterfassungssoftware der MUW) zufolge beispielsweise im ersten Halbjahr 2017 durchschnittlich 47 Stunden pro Woche in der Routine-Patientenversorgung im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien (die tägliche Zuteilung zwischen 07:30 und 15:30 erfolgt durch das Klinikmanagement per Email am Vortag) eingesetzt und darüber hinaus etwa 10 Stunden / Woche nahezu ausschließlich in der Lehre (incl. Vorbereitung dazu) tätig, was (mit 1 Stunde nichtklinischer Tätigkeit, wie etwa Administration, innnerklinische Fortbildung) eine durchschnittliche Gesamtwochenarbeitszeit von etwa 58 Stunden / Woche ergibt. Im Rahmen eines Mitarbeitergespräch mit Herrn. Prof. Markstaller im Juli 2016 wurde mein Wunsch schriftlich festgehalten, dass ich neben meiner Freistellung für Lehre wie bisher, 1/2 bis 1 Tag pro Woche für  Forschung  freigestellt werden möge, welcher demnach vom Personalmanagement definitiv nicht berücksichtigt wurde. Eine Betreuung von Diplomarbeiten wird mir folglich aus Zeitgründen vom Klinikmanagement nicht ermöglicht. Ich bedaure obige Entscheidung des Personalmanagements zutiefst. Der Grund, weshalb die Leitung des Personalmanagements der Klinischen Abteilung für Allgemeine Anästhesie und Intensivmedizin vereinbarte Forschungswünsche von habilitierten Professoren negiert, bleibt leider unklar.
Liebe StudentInnen, ich lade Sie aber dennoch zu meiner Vorlesung Wissenschaftliche Arbeitsmethoden in der Anästhesie und Intensivmedizin, in welcher ich im kommenden Semester wieder die wissenschaftlichen Grundlagen, die zweifelsohne auch für Diplomarbeiten an der MUW relevant sind, herzlichst ein.

Mit den besten Grüßen

A.o. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Schramm



P.S.: Ich habe mittlerweile Zuschriften von anderen Universitätskliniken mit der kurzen Zusammenfassung "Bei uns ist es auch nicht anders." erhalten. Vielleicht entsteht aus dieser Seite in Zukunft eine Publikation etwa mit dem Titel: "Sind Universitätskliniken noch Universtitäten?" Insofern könnte also diese (selbstverständlich in der Freizeit erstellte) Homepage in der Freizeit zur medizinischen Wissenschaft beitragen. In diesem Zusammenhang darf ich auch auf den Absatz X meines Skriptums "Der größte gemeinsame Teiler ist eine ganze Funktion" hinwesen, welches auf der Seite Vorlesungsunterlagen downloadbar ist.


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